HERBST

Vergehen muss alles was war.
Verblüht, verwelkt und zerbricht.
Erlöst was keine Gültigkeit hat
Ob du es willst oder nicht.

Hinterlässt Spuren im innen und aussen

der Freude, des Leides und es gibt Pausen.
Ob wir wollen oder nicht, kämpfen oder ruhen.
Nicht immer hilft es etwas zu tun.

Das Wachstum steht still in der Natur
Auch wir hätten diese innere Uhr.
Das Innehalten ruft uns leise hinein
und dort ist nicht alles eitel Sonnenschein.
Wir werden uns aufbäumen, vielleicht hadern uns wehren
solange wir den Prozess von dem wir Teil sind nicht ehren.

Du im Fühling, im Sommer oder Herbst deines Lebens
Nimm und gib was dir gegeben, denn das ist Leben.
    Nähre das Licht und die Zuversicht in dir
    Es wird dich wärmen in der kalten Zeit
    und dir leuchten auf dem Weg deiner Wirklichkeit .

©Sofia Velin Oktober 2015

 

 

 

Morgennebel

(Text des Gedicht-Videos)

 

 

 

Ein erster Herbsttag gibt den Takt

langsam werden die Bäume nackt,

 die Blätter flattern sacht hernieder

 dieser Sommer kehrt nicht wieder.

 

 Die Nebelschwaden hängen tief

 auch das noch, in den Montagsmief!

 Da soll ich munter werkeln, tun –

 da würd ich doch viel lieber ruhn.

 

 Die Trauben reif, 

 meine Glieder noch steif.

 Die Gedanken wie Watte

 ob ich das Heute packe?

 

Ich öffne das Fenster atme ein,

 frische Luft erfüllt mein Sein

 Atme , dehne Herz und Arme weit,

 langsam fühl ich mich bereit!

 

 Weiss nicht genau was mich erwartet

 jeder Tag  anders geartet.

 Nicht jeder dem vorherigen gleicht

 auch das nicht immer leicht.

 

 Und Du? magst du Monotonie?

 Jeden Tag dieselbe Melodie?

 Rituale brauchen wir allemal

 mit Automatismen beginnt eine Qual.

 

 Wenn nur das Wochenende lacht

 dieses dich erst glücklich macht.

Wenn warten bis endlich ein freier Tag

 befreit dich von des Alltags Plag.

 

 Montag, Dienstag bis Freitag ganz egal,

 auch hier gibt es Inseln, du hast die Wahl.

 Samstag und Sonntag

 schon bald wieder Montag

Die Zeit fliegt, sie fliegt nur so dahin,

Nutze sie von Anbeginn!

 

©Sofia Velin

 

 

I –  Pad, Phone, PC and Me

 Fast hätte ich den Körper vergessen

War nur noch auf’s Denken versessen.

Starrte stundenlang in einen Kasten,

 sass fest, der Körper trug die Lasten

Ich kriegte nicht mehr genug.

dachte ich würde dabei klug.

 

Bilder und Texte möglichst viele

damit der Buchstabenhunger entfiele.

Mensch, die Ablenkung gelang

Merkte nicht, es wurde zum Zwang.

Ass nichts mehr Gscheites, nur noch schnell

Fastfood dessen Werbung leuchtete grell.

 

Das Leben zerrann, ich stand aussen vor

Das Essen, fett, farbig und irgendwie roh

Powerdrinks, Alk und Zucker zu Hauf

Irgendwann gab’s der Körper auf.

Er sandte immer weniger Signale

Bereitete mich vor auf ein Finale

wurde krank, schwammig und faul

Es begann ein persönlicher Gau.

 

 Fünf Minutenn vor zwölf, 

 Bald fressen mich die Wölf.

 Überprüfte ich mein tägliches Gehabe

 und dann erkannte ich  die Gabe

 die mir mein Herz und mein Körper

 täglich schenkt, viel öfter als man gemein hin denkt.

 

 Darum faste ich immer mal wieder

 und in mir singen glückliche Glieder.

 Organe die netten helfen mir dabei

 das Internet wird mir auch einerlei.
 Digitales verliert den Stellenwert
 geniesse ich das Leben
unbeschwert.

 

Oh herrlich, ich fühle, ich bin wieder frei!

 

©Sofia Velin

 

 

Liebe-Leben
****************
Du sagst du magst mich
und zeigt es mir auch
Ich weiss, ich mag dich
und mache Gebrauch
von allem was in mir ist
und das ohne List.
Soviel Liebe ist dir zuviel
und jetzt beginnt ein Spiel.

Du schaust dich nach andern um
ich frage mich, bin ich denn dumm?
Für mich beginnt ein Leiden,
Wie wird das nur mit uns beiden?
Viele Fragen sind offen,
was bleibt, ist ein Hoffen.

Stimmt, ich liebe dich so wie du bist
obwohl das manchmal schwierig ist.
Bist du wirklich hier oder mehr dort
Wenn ich Sehnsucht habe, bist du fort.
Zuerst eine Qual, dann wird’s mir egal
Jetzt merkst du, es geht um eine Wahl.

Du gehörst nicht mir und ich nicht dir
Frage dich, was suchst du fern von hier?
Was glaubst du zu finden, das ich nicht hab
Diese Suche schaufelt der Liebe ein Grab.
Ich öffne mein Herz und arbeite dran
Du mein Schatz denkst, damit seis’s getan.
Ich lasse nun los und liebe dich doch
Vielleicht gibt es uns ja morgen noch.

Schaffen wir einen neuen Schritt
in neuer, alter Liebe? Kommst du mit?
Die Liebe vertieft sich, wenn wir es wollen,
Garantie gibt es keine, nur dranbleiben sollen
wir beide, wenn es was Ernstes sein kann.
Sehr viele Hürden nehmen wir dann.

Fragen wir das Herz wonach es ruft
Es so sehnlich eine Einheit sucht.
Es sagt, diese beginnt in dir allein,
willst du glücklich mit einem andern sein.

©Sofia Velin

FREUNDE FÜR'S LEBEN!?

 Was für ein Leben lebst du?

Ist es deins oder das des Du?

Hast du Freundschaft gekannt.

Wurdest auch du verkannt/verbannt?

 

Verlassen dann und  traurig - glaubtest zu sterben, es war schaurig.

Verlor Freunde weil autentisch man war - gewann Einsamkeit, wurde leer - wurde rar!

Es ging um stark Sein - nützte wenig, dass ich wein.

Keiner verstand mein Gefühl - war ja selber im Gewühl.

Fand neue Freunde allgemein- und plötzlich nicht so sehr allein.

Mich selber sein war manchmal schwer - lohnte es sich sehr.

 

Es schenkt Freunde/ Freude - ohne Garantie noch Reue.

Es gingen manche irgendwann – Sie kommen – gehen und dann?

Verloren nur wer nicht mehr liebt - denn Seelenbindung gibt

etwas das unsichtbar - fast unscheinbar

bereichert uns durch feines Band - weil wir einander gekannt.

Das Herz wird grösser - zeigt auch Blösse.

Ist glücklich und frei - Loslassen ist jetzt einerlei.

Freundschaft ist, was du selbst lebst und fühlst

nicht was du tust und hast - sonst hast du einiges verpasst.

Lebe! und sei im Moment! Der dir jederzeit geschenkt.

 

@Sofia Velin,

Hoffnung
Sie windet sich in dein SEIN,
Manchmal sehr klein
Dann wieder riesengross
hofft sie auf ein gutes Los.
Sie schenkt dir Glück in einem Moment
wo deine Seele für etwas brennt.
Hoffnung darf und muss sich bewähren
Langsam muss sie in dir gären
Bis zum Tag wo du dasjenige erreichst
dein Ziel war es mal und jetzt?
What's next?

So ist das Leben.

 

©Sofia Velin

AUFMERKSAM

Ich merke auf - bemerke es
Stelle fest und - halte fest.
Rede, denke, glaube - schaue nochmals hin
Nur so kann es sei
-das macht doch Sinn?

Energie fliesst hin - beweist, verstärkt,

wird Glaubenssatz! - Ein wahrer Schatz?

Merke auf - Geh auf Distanz

Erlebe heut - des Lebens Tanz.

Was gestern war - das ist vorbei
Merke auf - beginne neu.

©Sofia Velin

Erfolg-Reich

 

Erfolg macht erfolgreich,

doch nicht glücklich

Reichtum macht reich

und auch nicht glücklich.

Gesundheit nicht und

Krankheit nicht.

Worauf legst du das Gewicht?

 

Etwas zu neiden

bringt nur Leiden

Etwas zu klauen

die Glaubhaftigkeit versauen.

Wünschen was du nicht hast

vermasselt dir so manche Rast.

 

Den Weg zu kennen

ein Ziel zu benennen,

das gibt dir Sinn

Du weisst eher wohin.

Bist jetzt gebunden

glaubst du hast es gefunden.

 

Und wieder war’s ein flüchtig Ding

Himmel nochmal

ich krieg’s so auch nicht hin,

und merkst ob Glück oder Leid.

Jeder für sich, wählt das Kleid.

Tag, täglich und stündlich

was man sich anzieht, ist

gründlich.

Nicht die Qual der Wahl

sondern die Wahl ES zu leben

Dir genug Raum und Zeit zu geben

Dich zu öffnen und zu sehen,

auch zu weinen, um in Dich zu gehen.

Zeige dir selbst dein wahres Gesicht

und dann merkst du wie glücklich

du – eigentlich – bist.

©Sofia Velin