Der Weg zum Selfpublisher

 

Einen Verlag zu finden der dein Buch druckt ist ein olympischer Hürdenlauf – meistens jedenfalls.

Was alles dazugehört wenn man selbst für alles verantwortlich ist??!!

Buchschreiben ist ja klar, Recherchieren gehört dazu, Den Text auf- und umbauen - Inhalt einmal überprüfen, ändern, korrigieren.

Ev. erste Testleser finden für Beurteilung. Nachbessern, verwerfen, ergänzen.

Das Manuskript ist mal in der Rohfassung soweit. Aber gut ist es noch lange nicht.

Lektor/in liest, berät, korrigiert, ändert, forscht mit, denn sie ist objektiver als die Schreiberling.

Die Autorin erhält den Text zurück, lässt das Ganze wirken, passt wieder an, ändert, wählt was besser klingt. Bespricht es mit der Lektorin.

Jetzt könnte die Titelsuche dran sein!

Klappentext entwerfen, umwerfen, neu - x-mal. Von einigen Freunden kommentieren lassen. Geht an Lektorin. Die hat auch Anmerkungen.

Titel steht fest, Klappentext mehr oder weniger auch, wird aber noch bis zuletzt geändert.

Cover-Designer suchen, der sendet Vorschläge. ein spannendes Hin und Her. Freunde fragen. Ändern. Irgendwann sind beide zufrieden.

Der ganze Text ist nun auch lektoriert.

Autorin lässt nochmals die Wordkorrektur drüberlaufen und liest das Ganze zusammen mit einer Freundin laut vor für nochmalige Anpassungen. Es sind Kleinigkeiten, wie Wortwiederholungen die übersehen worden waren. Aber es lohnt sich doch, weil die Freundin ja keine Fachfrau, sondern normale Leserin wäre.

Jetzt kommt der Korrektor/in-Fachmann zum Zuge.

Noch einiges ist da zu ergänzen, korrigieren. Es geht um Druckfehler, Satzzeichen ergänzen, löschen, die fehlen oder falsche anpassen. etc.

Nun schickt er Kapitel um Kapitel oder alles.

Autorin nimmt die Korrekturen an (in der Wordfunktion) oder fragt nochmals nach.

Nun ist Zeit für ein Vorwort. Wieder Ideen, Länge beachgten, Inhalt.

1,2,3,4 Versionen immer wieder umschreiben. Die 4. geht mal zur Lektorin, einiges wird verworfen, 5,6,7, neu Formulierung, FB-Freunde  helfen, kritisieren, 9. Fassung geht zur Lektorin, dann zum Korrektor.

Jetzt Glossar schreiben, die Begriffe wurden vorher herausgeschrieben. Geht zur Lektorin, dann zum Korrektor.

Text in Manuskriptformat umbauen, Kapiteltitel nochmals überprüfen, formatieren.

Es gibt Regeln - Autorin geht dann mal alles durch.

Nachdem nun alles klar ist, dem Coverdesigner die Seitenzahl durchgeben, er macht letzte Anpassungen.

Autorin liest noch einmal das gesamte Manuskript durch. Findet immer noch hie und da noch etwas, einen Buchstaben der fehlt, weil sie noch etwas verändern musste/wollte ohne den Korrektor, nochmals ein einzelnes Wort, doch vor allem die Silbentrennung muss noch kontrolliert werden.

Endlich - alles da. PDF erstellen. Cover und PDF hochladen.

Meistens dauert es etwa eine Woche und dann lädt mein Anbieter das Buch in allen Online-Shops hoch, richtet das Barsortiment ein, damit die Buchhandlungen es auch bestellen können und jeder Kunde der Autor/Titel oder die ISBN kennt, erhält das Buch. Meine Bücher werden weltweit vertrieben, bis in die USA

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Eine Buchgeburt

Zu einer Geburt muss man JA sagen, denn sie folgt unweigerlich, wenn die Schwangerschaft begonnen hat. Und dann wird die Schwangerschaft auch erträglich, weil man sich darauf einlässt. Zweifel hemmen, Besorgnis blockiert.

Meine eigene Geburt war mit Besorgnis und Zweifeln meiner Eltern gepflastert. Ich wollte dann schnell raus an die Luft und wog etwas über 2 kg.  Habe ich nun vom Schnellzugstempo einen Dachschaden? Ich sage es mal so: Geschädigt und beschenkt gleichzeitig. Geschädigt weil ich mich nie normal fand. Beschenkt weil ich es doch bis zum heutigen Tag geschafft habe mich in diesem Leben so einzurichten, dass ich wirklich (mehrheitlich) glücklich bin.

 

Die Geburt meiner Tochter durfte ich in Ruhe planen und bejahen. Die Schwangerschaft war absolut unproblematisch. Wie lief es nun mit meinem Buchprojekt?

Zuerst muss man ja mal auf die Idee kommen  - ja und dann müsste man es sich auch zutrauen. Letzteres hing von verschiedenen Faktoren ab. Habe ich Erfahrung mit Schreiben, habe ich etwas zu sagen, was möchte ich erreichen?
Wieviel Zeit gebe ich mir? Ich weiss nicht ob du lieber Leser/liebe Leserin gut in der Schule warst, doch ich habe liebend gerne Briefe geschrieben und hatte etwa drei Brieffreundinnen. Meine ersten Ausbildungen gingen auch in eine andere Richtung und dann entdeckte ich die Foren. 


Da wurde das Schreiben so richtig spannend, denn die Leute reagierten, zuerst in Chats und danach in Foren. Manches Mal fühlte ich selbst bei der Hausarbeit, bei Spaziergängen, wie ich weiter darüber nachdachte und immer mal wieder flossen Informationen direkt über den Äther ohne den Mac.  Das war so richtig spannend. Doch davon mehr in meinem ersten Buch.



Für mich wurde der Faktor Zeit eine Lotterie. Ich zog ein erstes Los, dann ein zweites, dann ein drittes, verwarf es wieder. Mit Schreiben habe ich 2010 begonnen und war fest davon überzeugt, mein Buch 2012 zu veröffentlichen. Das Durchbruchjahr, das von vielen spirituellen Seiten und den Mayas angekündigt war, sollte auch für mich einer werden. Doch ich steckte fest, weil Zweifel an mir nagten. Sollte denn die Arbeit umsonst gewesen sein? Ich fand rundum Ermutigungen packte das Ganze  2014 nochmals an und überarbeitete es während eines ganzen Jahres die erste Hälfte nochmals mit Hilfe einer Korrektorin. Nun haben wir 2015 und die Wehen sind vorbei. Mein erstes richtiges Buch, d.h. Teil eins mit 288 Seiten ist geboren worden.

 

Mitte April wurde die mit Spannung erwartete erste Version geliefert. Kurz nachbearbeitet und dann ging sie bald hinaus in die Welt . Es ist schon ein aufregendes Gefühl, diesen Schritt gewagt zu haben. Und es fühlte sich total gut an, es nicht nur als billiges E-Book herausgegeben zu haben.

 

Mit dieser Danksagung erhälst du einen ersten Einblick.

Meiner Mutter danke ich, dass sie den Mut hatte mich auf die Welt zu bringen obwohl damit ihr Leben bedroht schien.  Sie lebte als aussergewöhnliche Frau,als Weissrussin geboren, in Ägypten aufwuchs und in London geschult im Stillen in der damals nicht sehr weltoffenen Schweiz im einem kleinen Städtchen. Vor allem danke ich ihr dafür, dass sie mich mit ihrer Intuition oft an die für mich wichtigen Orte oder Menschen geführt hat, wie zu meinem Atemschullehrer, der heute über 90 Jahre alt ist und sich immer noch guter Gesundheit erfreut. Ihm verdanke ich unendlich viel, was meine Gedankenhygiene und Gesundheit anbelangt.
Mein Vater, der eine nicht nur liebevolle Rolle in meinem Leben innehatte, hat mich geprägt und mir gleichzeitig viel Wertvolles mit auf den Weg gegeben. Er war schon früh offen für Psychologie, Yoga, Spiritualität und Esotherik. Ich habe das weitergetragen lieber Papa.

Dann danke ich all jenen Männern und Frauen, die mein Leben bereichert haben, und die mit Pseudonymen im Buch vorkommen.

Auf ein frohes Wiedersehen oder Wiederlesen bis bald in meinem Buch, das Mitte Mai erscheinen wird.
Oder regelmässig bei Facebook unter dem Autorenprofil Sofia Velin.

 


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Nur wer etwas wagt kann gewinnen

Wozu wurde ich geboren? Erstens um das zu werden, was mir meine Seele aufgetragen hat, um das zu verkörpern, was ich in meinen Genen meiner Familie und den Ahnen und Urahnen verdanke oder als Schicksal mittragen werde. Manchmal denke ich, dass ich dieses Leben nicht gewählt habe, besonders dann wenn ich mich alleine oder verlassen fühle von allen und allem.  Und doch, wenn ich beginne zu forschen, entdecke ich, dass da mehr ist als ich ursprünglich dachte.

Kreativität ist etwas Verlockendes. Dafür muss man seinen Panzer, den Ort der Sicherheit verlassen.  Es fordert uns heraus etwas zu wagen, sich zu zeigen, nicht nur perfekt sein zu wollen oder wenn, dann etwas solange zu bearbeiten, bis es sich richtig anfühlt, egal ob es anderen gefällt oder nicht. Da man selbst selten objektiv ist, lohnt es sich das was man tut jemandem zu zeigen und mit diesem Kommentar entweder weiterzugehen, etwas zu vervollständigen aber bestimmt nie, niemals aufhören, wenn es anderen nicht gefällt.  Wenn ja, ist das natürlich erfreulich. Ich wurde zu einer Malerin geführt, die mit zeigte wie man Seelenbilder malt. Ich dache nämlich, dass ich gar nicht malen kann. Doch einen Farbstift, Pinsel und Farbe in die Hand zu nehmen, das wagte ich und es machte mir Spass. Ich begann meine Einsamkeit zu malen, meine verlorene Gebärmutter mittels eines Bildes zu verabschieden, meine Gefühle mittels Farbe und Strickführung auf Papier zu bringen, ganz egal ob das schön aussah oder nicht. Mein Beruf ist nicht der einer Künstlerin, höchstens der einer Lebenskünstlerin. Also schreibe ich, male ich, dichte ich und lebe Kreativität. Das ist eine Form von Erfülltsein.
Und darum lasse ich jetzt meine Schildkörte, eines meiner Seelenbilder hinaus in die Welt, damit es ihr gefalle.